10 September 2021

Impfung auch für die Arbeit der Sozialstation besonders wichtig

Pressebericht

aus der Mitgliederversammlung der Ökumenischen Sozialstation Edenkoben-Herxheim-Offenbach e.V.

Unter Einhaltung der aktuellen Hygienevorschriften fand die diesjährige Mitgliederversammlung der Ökumenischen Sozialstation Edenkoben-Herxheim-Offenbach e.V. in der kath. Kirche St. Josef in Offenbach statt.

Vorsitzender Franz-Ludwig Trauth konnte zahlreiche Vertreter der katholischen und protestantischen Kirchengemeinden sowie der Krankenpflege- und Elisabethenvereine begrüßen, die Träger der Sozialstation sind. Besonders betonte er die Bedeutung des caritativen und diakonischen Auftrages zur Versorgung der kranken, alten und hilfebedürftigen Menschen im Versorgungsbereich, der in den drei Verbandsgemeinden Edenkoben, Herxheim und Offenbach ca. 50.000 Einwohner umfasst.

Dank der Unterstützung der Sozialstation durch die katholischen und protestantischen Kirchengemeinden und Krankenpflege- und Elisabethenvereine können viele Leistungen außerhalb der Kostenerstattung durch Kranken- und Pflegekassen zusätzlich erbracht werden, die den einzelnen der über 600 Patientinnen und Patienten, die täglich versorgt werden, ihr Leben in den eigenen vier Wänden erleichtern. Die rückläufigen Mitgliederzahlen bereiten daher Sorgen, weshalb gemeinsam mit den Krankenpflegevereinen überlegt werden soll, wie sich neue und jüngere Mitglieder gewinnen lassen.

Die Geschäftsführerin Gabriele Bollinger-Kren erläuterte den Mitgliedern, dass man bisher gut durch die drei Wellen der Corona-Pandemie gekommen sei. Im Sinne des Gesundheitsschutzes der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, aber auch der Patientinnen und Patienten wurden und werden hohe Standards bezüglich der Hygienevorschriften angewandt. Während anfangs der Pandemie spürbare Engpässe bei der Beschaffung von Hygienematerial vorhanden waren, ist hier mittlerweile eine Entspannung zu verzeichnen, wenn auch deutliche Kostensteigerungen eingetreten sind. Bollinger-Kren verwies darauf, dass am Anfang der Pandemie viele Patientinnen und Patienten aus Angst vor einer Ansteckung mit dem Virus, teilweise, aber nur vorübergehend für etwa zwei Monate, weniger Leistungen in Anspruch genommen haben. In der zweiten Jahreshälfte 2020 sind wieder deutlich mehr Leistungen abgerufen worden, so dass ein Höchststand an Patientinnen und Patienten zu verzeichnen ist.

Trauth betonte, dass die Sozialstation unabhängig von Entfernungen im gesamten Versorgungsbereich tätig ist und bleibt, auch wenn weitere Dienstleister die eine oder andere Versorgung übernehmen. Aus dem Jahresbericht ist zu entnehmen, dass der Medizinische Dienst der Krankenkassen im zurückliegenden Jahr die pflegerischen und medizinischen Leistungen der Sozialstation mit 1,5 bewertet hat.

Den positiven Jahresabschluss und den Gewinnvortrag hat die Mitgliederversammlung nach Empfehlung durch die Rechnungsprüferin Christel Gaschler einstimmig verabschiedet. Der Verwaltungsausschuss, der aus 10 Personen besteht, wurde entlastet, ebenso der Vorstand, Franz-Ludwig Trauth, Hedy Zimmer und Christian Roth. Bei den turnusmäßig anstehenden Neuwahlen stellte sich Pfarrer Arno Vogt aus Herxheim erneut zur Verfügung. Für Pfarrerin Martina Horak-Werz aus Gommersheim, die wegen beruflicher Veränderungen nicht mehr gewählt werden konnte, stellte sich  Pfarrerin Simone Ade-Ihlenfeld zur Wahl. Beide wurden für vier Jahre einstimmig gewählt.

Positiv wurde den Mitgliedern dargelegt, dass der Parkplatz beim Geschäftsgebäude in Herxheim erweitert wurde, denn immerhin hält die Sozialstation für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter welche die ambulanten Dienste bewältigen, eine Fahrzeugflotte von 51 Fahrzeugen vor.  Seit etwa einem halben Jahr wird ein erstes E-Auto erprobt, um Erkenntnisse für eine Umstellung des Fuhrparkes zu erlangen. Im Vorfeld wurde auf dem Dach des Geschäftsgebäudes eine PV-Anlage mit einer Leistung von 24 kWp errichtet, die Strom für das Geschäftsgebäude und auch für die eigens installierte E-Ladesäule für das E-Auto erzeugt.

Erfreulich war die Einladung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn am 19.08.2021 in Herxheim um mit Pflegekräften unmittelbar ins Gespräch zu kommen. Hierbei konnten einige Probleme und Schwachstellen benannt werden, die die Arbeit der Pflegekräfte erschwert, denen sich die Politik annehmen sollte.

Am 05.08.2021 konnten Mitarbeiterinnen für Ihre 15,20,25,30 und 35-jährige Zugehörigkeit zur Sozialstation in einer Feierstunde geehrt werden. Die 13 Mitarbeiterinnen bringen es zusammen auf 255 Jahre.

Die Geschäftsführerin und der Vorsitzende bedankten sich für die engagierte Arbeit aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, wenngleich sich aufgrund der Dauer der Pandemie, die noch nicht zu Ende ist, starke Ermüdungserscheinung unter den erschwerten Bedingungen zeigen.

Erfreulich ist die Impfquote der über 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die bei ca. 90 % liegt. Die Impfung erleichtert einiges und man hofft, dass sich alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den medizinischen Berufen und auch alle Bürgerinnen und Bürger noch dazu entscheiden werden, sich impfen zu lassen.

Seit über fünf Jahren bietet die Sozialstation in ihren Räumlichkeiten in Herxheim in der Käsgasse 15 eine Tagesbetreuung an. An 4 Tagen wöchentlich werden die Gäste betreut und damit ein wesentlicher Beitrag für die Entlastung von Angehörigen geleistet. Aber auch hier gibt es aufgrund coronabedingter hygienischer Vorschriften Einschränkungen in der Höchstzahl der zu betreuenden Gäste. Informationen zur Tagesbetreuung oder generell über die Sozialstation können über die Internetadresse: www.sozialstation-ahz.de oder telefonisch unter 07276/98900 bezogen werden.